Schlagwort: Longread

Fußball in Syrien: Werkzeug der Propaganda

Im Nahen Osten sind Fußball, Politik und Militär eng verknüpft. Zum Beispiel in Syrien: Diktator Assad möchte nach acht Jahren Krieg zum Alltag zurückkehren. Das Nationalteam kann ihm als Symbol dabei helfen, Investoren für den Wiederaufbau des Landes zu finden. Teil 10 der Reihe: „Fußball und Menschenrechte“.

Autor: Ronny Blaschke, ronnyblaschke.de

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It’s A Different World: Frauen im Fußball

Eigentlich sollte es längst selbstverständlich sein, dass Fußball nicht nur ein Männer-, sondern auch ein Frauensport ist. Sei es in Sachen Spieler*innen, Fans oder Funktionäre. Die Realität sieht oft leider anders aus. Wie also können Frauen im Fußball sichtbarer werden? Der Frage geht dieser Text aus dem „Zeitspiel“-Magazin nach.

„Das soll unser Fußball sein?“ „Nein! Setzt euch gegen Sexismus ein.“ Tolle Choreo in Freiburg. (Foto: Nordtribuene.org)

von Mara Pfeiffer, 120minuten.net | April 2019

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Fußball und Glücksspiel: Rote Karte für „Alles auf Rot“?

Die Präsenz von Glücksspielanbietern im deutschen Fußball ist längst nicht mehr zu übersehen. Sei es, weil ehemalige Nationalspieler prominent als Werbeträger der Branche platziert werden oder weil gleich mehrere Vereine mit Wettanbietern auf der Brust oder dem Ärmel auflaufen. Ist das problematisch? Ist Sponsoring aus dem Glücksspielbereich gar unmoralisch? Dürfen die das überhaupt? Und um welche Summen geht es eigentlich? Der folgende Debattenbeitrag sucht nach Antworten auf diese Fragen.

“Wer will nochmal… 43/52” von Dennis Skley via Flickr, Lizenz: CC BY-ND 2.0

Von Stephan Simann (schwarzundblau.com), April 2019

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Angekommen an der Basis: Wie Geld den unteren Amateurfußball verändert

Geld floss im Amateurfußball schon immer – vor allem deshalb, weil es lange Zeit nur das gab: Bis weit in das 20. Jahrhundert hielt der DFB am Amateurideal fest und ließ ein Berufsspielertum nicht wirklich zu. Doch natürlich kamen die Spieler der höchsten Ligen schon in der Weimarer Republik, während der ersten großen Boomphase des Fußballs in Deutschland, an ihr Geld – auf verschlungenen Wegen. Heute sind es nicht mehr die besten Spieler des Landes, die zum Schein angestellt werden, damit Zahlungen möglich sind. Es sind die besten Spieler des Landkreises, wenn überhaupt. Die Bezahlkultur hat sich bis in die untersten Ligen des Amateurfußballs ausgebreitet – und sie bringt dort einiges durcheinander.

Von Tim Frohwein

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Der europäisierte Fußballfan?

Die Europäisierung des Fußballs und ihre Auswirkungen auf Fans

Clubfußball hat seit seiner Entstehung immer wieder Ländergrenzen überwunden. Seit den 1890er Jahren gab es regelmäßige Turniere und Freundschaftsspiele zwischen Clubs verschiedener europäischer Länder. Seit 1927 wurde der „Mitropa-Cup“ als einer der ersten  internationalen Club-Wettbewerbe ausgespielt. Das Turnier zentral- und osteuropäischer Vereinsteams ist erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs 1992 verschwunden. Später kamen weitere Wettbewerbe hinzu – bis zum heutigen System aus Champions League und Europa League. Soweit ist das Phänomen der Europäisierung im Fußball nichts Neues – in den vergangenen 30 Jahren hat sich jedoch die Geschwindigkeit und Intensität, mit der sich der Vereinsfußball europäisiert hat, massiv erhöht. Grund genug, sich genauer anzuschauen, wie diese rapide Veränderung konkret aussieht und wie sie die Fußballfans beeinflusst.

Von Regina Weber, DFG-Projekt “EUFoot”

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Mehr Einordnung wagen: Warum Lokaljournalismus im Fußball weiter wichtig ist

Um den Fußballjournalismus steht es nicht zum Besten. Die Vereine versuchen sich auf vielen verschiedenen Kanälen selbst darzustellen und damit vorzugeben, wie über sie berichtet werden darf. Technische Veränderungen eröffnen ihnen dabei neue Möglichkeiten. Doch sind die veränderten Arbeitsbedingungen für die schreibenden Journalist*innen wirklich ein Problem? Oder bieten sie auch Chancen? Welchen Weg kann der Lokaljournalismus im Fußball gehen, um weiter interessant zu bleiben? Eine Einordnung.

Kiebitze auf dem Trainingsgelände Lezama von Athletic, Quelle: Ronny Blaschke

Oliver Leiste, 120minuten.net | Februar 2019

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Wenn Fußball und Trauer aufeinandertreffen

Ein Querpass durch die Trauerkultur im Fußball

Als im Januar 2019 das Flugzeug mit dem argentinischen Spieler Emiliano Sala auf dem Weg zu seinem neuen Verein Cardiff City als vermisst gemeldet wurde, löste dies eine Welle großer Anteilnahme der Fans und der Akteur*innen rund um den Fußball aus. Das konnte man auch Ende Oktober des vorherigen Jahres beobachten, nachdem der Besitzer von Leicester City, Vichai Srivaddhanaprabha, verunglückte. Gerade im Fußball sind Trauer und Tod so sichtbar und präsent wie sonst fast nirgends. Der folgende Text beschreibt das Verhältnis des Fußballs und seiner Akteur*innen zu diesen Themen und zum Umgang mit ihnen.

(c) 2018 Martin Widdra, alle Rechte vorbehalten / all rights reserved

von Carmen Mayer, trauerundfussball.de | Februar 2019

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Der Fußball verdrängt nicht mehr

Über Jahrzehnte war der Fußball ein Symbol für die Ignoranz gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus. Doch inzwischen haben Fans, Aktivisten und Historiker eine lebendige und kritische Erinnerungskultur rund um ihre Vereine entwickelt. Mit Forschungen, Gedenkstättenfahrten und politischer Bildung. Ihr Leitmotiv: „Nie Wieder!“ Teil 9 der Themenreihe: „Fußball und Menschenrechte“.

Autor: Ronny Blaschke, ronnyblaschke.de

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Fußball und Fernsehen: Das Geld hat den Sportjournalismus versaut

Fieldreporter sind hautnah dabei und sorgen für erste Stimmen unmittelbar nach dem Spiel.

Jährlich überweisen Fernsehsender und andere Bewegtbild-Plattformen einen Milliardenbetrag für die Übertragung von Fußballspielen. Herauskommen sollen Produkte, die unterhalten und den Nutzern gefallen. Schließlich finanzieren die Konsumenten die Sendungen zu einem Großteil über ihre Beiträge. Doch wie vertragen sich Unterhaltung und kritischer Journalismus? Wie viel dürfen die Reporter tatsächlich fragen, wenn ihre Arbeitgeber den “Fußballzirkus” in seiner heutigen Form überhaupt erst ermöglichen? Und wie viel Distanz ist überhaupt möglich als Teil des Systems? Der Artikel geht der Frage nach, ob Fußballübertragungen und die Berichterstattung drumherum wirklich kritisch sein können. Und auch, ob sie es überhaupt sein müssen.

Von Jérôme Grad (@Mr_Degree)

Fieldreporter sind hautnah dabei und sorgen für erste Stimmen unmittelbar nach dem Spiel.

Fieldreporter direkt nach dem Spiel auf dem Feld / (CC BY 2.0) Victor Araiza

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