Episode 12: “Fußball und Menschenrechte” mit Ronny Blaschke

 

In Ausgabe 12 des 120minuten-Podcasts geht es um das Thema “Fußball und Menschenrechte”. Oliver Leiste und Alex Schnarr aus der Redaktion sprechen mit Ronny Blaschke über seine gleichnamige Themenreihe, im Rahmen derer bereits drei Texte auf 120minuten.net erschienen sind. Im Gespräch geht es unter anderem um: die Bedeutung der Menschenrechte, die Frage, ob man vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen überhaupt noch Profisport konsumieren kann, inwiefern sich kommerzielle und soziale Interessen verbinden lassen, warum Olympische Spiele für das Ausrichterland nicht immer nur negativ sein müssen und um die Rolle des Sportjournalismus im Spannungsfeld wirtschaftlicher Interessen und gesamtgesellschaftlicher Belange.

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1 Kommentare

  1. Da meine Frage im Podcast netterweise mit aufgenommen wurde, wollte ich meinen Standpunkt auch noch außerhalb der Gruppe darlegen:
    Die Menschenrechte (MR) werden in dieser Reihe als positver Bezugspunkt/ Maßstab für eine Beurteilung verwendet. Ich persönlich habe ein ambivalentes Gefühl dazu. Einerseits ist der Schutz des Einzelnen und seiner körperlichen Unversehrtheit gerade gegenüber Kollektiven, das Verbot der Sklaverei, usw. eine Errungenschaft, die gegenüber moderneren MR-Erklärungen zu Verteidigen wäre, andererseits verfestigen die MR ein kapitalistisches System mit dem Schutz des Eigentums, dem Recht auf Arbeit und der damit einhergehenden Ausbeutung unter formal gleichen, aber ökonomisch ungleichen Menschen, wie Marx treffend anmerkte. Weiterhin haben die MR gerade durch die UN einen großen Teil ihrer Unschuld verloren und sind zu einem politischen Instrument geworden. Dies wird vor allem dadurch deutlich, dass im Zeitraum von 2006-2016 Israel 61 Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen wurden, dem Iran nur 4, Nordkorea 8 und Syrien 15.

    Ohne die MR nun ganz abzuschreiben, scheint der rein positive Bezug darauf nicht ganz unproblematisch. Nun trifft dieser Kommentar aber nicht unbedingt diese Textreihe, da in den Artikeln meist recht gut deutlich wird, auf welche Aspekte der MR abgezielt wird. Der Gedanke ist eher ausgehend vom Titel und dem Gefühl, dass die MR häufig einen zentralen positiven Bezugspunkt darstellen, dabei aber meist recht unklar bleibt, worauf genau man sich dort bezieht.

    Die Frage zielte ein wenig darauf ab, wie der Autor zu den MR steht, welches Potenzial er ihnen bei der Beurteilung von Sportereignissen zuschreibt, wo aber vielleicht auch die Grenzen dieses Maßstabs liegen.

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