Kategorie: q 120minuten

Wenn Fußball und Trauer aufeinandertreffen

Ein Querpass durch die Trauerkultur im Fußball

Als im Januar 2019 das Flugzeug mit dem argentinischen Spieler Emiliano Sala auf dem Weg zu seinem neuen Verein Cardiff City als vermisst gemeldet wurde, löste dies eine Welle großer Anteilnahme der Fans und der Akteur*innen rund um den Fußball aus. Das konnte man auch Ende Oktober des vorherigen Jahres beobachten, nachdem der Besitzer von Leicester City, Vichai Srivaddhanaprabha, verunglückte. Gerade im Fußball sind Trauer und Tod so sichtbar und präsent wie sonst fast nirgends. Der folgende Text beschreibt das Verhältnis des Fußballs und seiner Akteur*innen zu diesen Themen und zum Umgang mit ihnen.

(c) 2018 Martin Widdra, alle Rechte vorbehalten / all rights reserved

von Carmen Mayer, trauerundfussball.de | Februar 2019

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Der Fußball verdrängt nicht mehr

Über Jahrzehnte war der Fußball ein Symbol für die Ignoranz gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus. Doch inzwischen haben Fans, Aktivisten und Historiker eine lebendige und kritische Erinnerungskultur rund um ihre Vereine entwickelt. Mit Forschungen, Gedenkstättenfahrten und politischer Bildung. Ihr Leitmotiv: „Nie Wieder!“ Teil 9 der Themenreihe: „Fußball und Menschenrechte“.

Autor: Ronny Blaschke, ronnyblaschke.de

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Fußball und Fernsehen: Das Geld hat den Sportjournalismus versaut

Fieldreporter sind hautnah dabei und sorgen für erste Stimmen unmittelbar nach dem Spiel.

Jährlich überweisen Fernsehsender und andere Bewegtbild-Plattformen einen Milliardenbetrag für die Übertragung von Fußballspielen. Herauskommen sollen Produkte, die unterhalten und den Nutzern gefallen. Schließlich finanzieren die Konsumenten die Sendungen zu einem Großteil über ihre Beiträge. Doch wie vertragen sich Unterhaltung und kritischer Journalismus? Wie viel dürfen die Reporter tatsächlich fragen, wenn ihre Arbeitgeber den “Fußballzirkus” in seiner heutigen Form überhaupt erst ermöglichen? Und wie viel Distanz ist überhaupt möglich als Teil des Systems? Der Artikel geht der Frage nach, ob Fußballübertragungen und die Berichterstattung drumherum wirklich kritisch sein können. Und auch, ob sie es überhaupt sein müssen.

Von Jérôme Grad (@Mr_Degree)

Fieldreporter sind hautnah dabei und sorgen für erste Stimmen unmittelbar nach dem Spiel.

Fieldreporter direkt nach dem Spiel auf dem Feld / (CC BY 2.0) Victor Araiza

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Bildet Banden!

Sportjournalistinnen in der Fußballberichterstattung

40 Prozent der Fans von Bundesligamannschaften sind weiblich, aber nur etwa 10 Prozent der im Fußballjournalismus Tätigen sind Frauen. Woran liegt das? Und wie blicken Sportjournalistinnen eigentlich selbst auf ihr Arbeitsfeld? Ein Text über Selbstvertrauen, Mut, Vorbilder und: Netzwerke.

© Arne Müseler / arne-mueseler.de / CC-BY-SA-3.0

Alexander Schnarr, 120minuten.net | Januar 2019

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Zielkonflikte, Schulterzucken und die Suche nach der Wahrheit

Investigative Recherchen im Fußball

Doping, Steuerhinterziehung und sportpolitische Missstände im Fußball zu enthüllen, sind eine Herausforderung für die Sportberichterstattung. Wie funktioniert das investigative Arbeiten im Sport? Wir sprachen darüber mit den Journalisten Hajo Seppelt, Ken Bensinger und Jonathan Sachse.

120minuten.net | Januar 2018

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Nur die Fassade ist bunt – Migration und Fußball

Der Rücktritt von Mesut Özil aus dem deutschen Nationalteam war das Fußballthema des Jahres 2018. Die Diskussion über Rassismus und Identität wird noch lange nachwirken, aber einige Fragen gehen dabei unter: Warum sind Einwanderer in Führungsgremien von Verbänden kaum vertreten? Wie sehen die Herausforderungen für Migrantenvereine aus? Und warum spiegeln Fankurven die Vielfalt ihrer Städte nicht wider? Teil 8 der Themenreihe: „Fußball und Menschenrechte“.

Autor: Ronny Blaschke, ronnyblaschke.de

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Eintracht Braunschweig: Erlöse mich von der Hoffnung

Anna L. ist Fan eines Vereins, der es ihr seit einiger Zeit nicht mehr einfach macht. Nach dem Abstieg von Eintracht Braunschweig in die 3. Liga schwebt sie an Spieltagen regelmäßig zwischen Hoffnung und Frustration. Zu oft wurde sie enttäuscht. Vor jedem neuen Spiel keimt Hoffnung auf: Kann heute endlich alles anders werden? Ein Longread über die Gefühlswelt eines Braunschweig-Fans, deren Verein nach Jahren des Erfolgs im tristen Alltag einer drittklassigen Eintönigkeit angekommen zu sein scheint.

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Mit Toren und Titeln für die Unabhängigkeit – Katalonien und das Baskenland

In kaum einem Land werden regionale Spannungen so emotional ausgetragen wie in Spanien. Auch der Fußball dient den Befürwortern der Abspaltung als Vernetzungshilfe, vor allem im Baskenland und in Katalonien. Was sind historische Ursachen und aktuellen Motive? Eine Erkundungsreise zu Athletic Bilbao und zum FC Barcelona. Teil 7 der Themenreihe: „Fußball und Menschenrechte“.

Autor: Ronny Blaschke, ronnyblaschke.de

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“Es waren andere Zeiten” – Alfons Sikora im Interview

Alfons Sikora spielte von 1972 bis 1976 für Rot-Weiss Essen, Borussia Dortmund und den 1. FC Mülheim in der 1. und 2. Bundesliga (Nord). Als Sikora nach Dortmund wechselte, wurde er vom “Kicker” als “der neue Sigi Held” gefeiert, ein unglaublich talentierter, aber verletzungsanfälliger Stürmer. Sikora erzielte 14 Tore in 100 Spielen und war Toptorjäger für den 1. FC Mülheim in dessen Debütsaison in der 2. Liga 1972/1973, die seinerzeit in eine Nord- und Südstaffel unterteilt war. Mülheim beendete die Spielzeit auf einem bemerkenswerten 11. Rang in einer Liga mit Vereinen wie Bayer Leverkusen, dem VfL Wolfsburg, Hannover 96 und dem BVB.

In diesem Interview spricht Sikora über eine Zeit in der Geschichte von Borussia Dortmund, über die wenig bekannt ist, die Zeit in der 2. Bundesliga nämlich. Sikora zieht Parallelen zur derzeitigen Liga-Zugehörigkeit des HSV, erinnert sich an sein Leben als Spieler des 1. FC Mülheim, dem kleinsten Klub, der je in der 2. Liga spielte, und spricht über Begegnungen mit einigen der Bundesliga-Legenden, wie zum Beispiel Beckenbauer, Overath, Lippens und Uwe Seeler. Es war eine Zeit, in der Vereine wie Borussia Mönchengladbach und Bayern München den europäischen Fußball dominiert haben und Weltmeister Deutschland die Mannschaft war, die es zu schlagen galt. Die Zeit großer Erfolge für den deutschen Fußball, aber auch des größten Betrugsskandals in der Geschichte der Bundesliga.

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