Kategorie: Blog

Episode 14: “Die Fußball-WM 2018 – abseits des Sportlichen” mit Ronny Blaschke

 

In Ausgabe 14 des 120minuten-Podcasts sprechen Endreas Müller und Alex Schnarr aus der Redaktion mit Journalist und Buchautor Ronny Blaschke über verschiedene Themen rund um die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Russland. Zunächst geht es um die Frage, welche Auswirkungen das Großereignis eigentlich auf die Zivilgesellschaft hat und inwiefern Aktivist*innen vor Ort die Möglichkeit hatten, auf die sie bewegenden Themen aufmerksam zu machen. Anschließend nimmt die Gesprächsrunde das Themenfeld “Hooligans/Überwachung/Repression” in den Blick, um abschließend auf die politische Bedeutung des Turniers und ein wenig auch auf den Clubfußball und eine russische Fußballlegende einzugehen.

Kapitelmarken:

00:00:00 Intro, Sendungsthemen
00:01:40 WM 2018 – kein Platz für politische Themen?
00:06:45 Zivilgesellschaftliches Engagement rund um die WM
00:13:43 Hooligans/Überwachung/Repression
00:26:30 Politische Dimensionen des Turniers
00:35:14 Vereinsfußball in Russland
00:41:01 Lew Jaschin
00:46:30 Danksagungen, Ausblick, Abschluss

Ronny Blaschke gestaltet auf 120minuten.net die Themenreihe “Fußball und Menschenrechte”; im Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft sind von ihm in der Serie “Futbol-Politika” des Deutschlandfunk 10 Beiträge zu 120 Jahren russischer Fußballtradition erschienen.

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WM-Tipp des Tages: Frankreich gegen Belgien

Was wäre, wenn die Fußball-Weltmeisterschaft nicht nach sportlichen, sondern nach demokratischen Kriterien entschieden werden würde? Diese Frage stellte sich das BTI-Projekt der Bertelsmann-Stiftung und bewertete alle Mannschaften entlang der Kategorien “Freie Wahlen”, “Meinungsfreiheit”, “Schutz der Bürgerrechte”, “Soziale Inklusion” und “Korruptionsbekämpfung”. Im direkten Duell zwischen Frankreich und Belgien lautet der “Tipp des Tages” heute:

Jung, unverbraucht, voller Tatendrang und auf eine elegante Weise inspirierend – nein, die Rede ist nicht von Präsident Emmanuel Macron, sondern von der Equipe Tricolore, die mit feinem Spielaufbau glänzte. Allerdings stand der heutige Halbfinalgegner dem in keiner Weise nach. Die Unterschiede sind woanders zu finden. Die belgische Abwehr wackelt, der Schutz der Bürgerrechte ist durch Sicherheitsgesetze und Polizeiwillkür nur mäßig gewährleistet. Und auch am Teamgeist hapert es, gerade ethnische Minderheiten werden häufiger diskriminiert. Belgien spielt fairer, aber verliert. Fazit: En marche.

Zum Länderportrait Frankreich (PDF)
Zum Länderportrait Belgien (PDF)

Mehr Informationen zur “Demokratie-WM” der Bertelsmann-Stiftung erhaltet Ihr direkt auf der Projekt-Homepage.

In Podcast-Episode 13 sprach Alex Schnarr aus der 120minuten-Redaktion mit Hauke Hartmann vom BTI-Projekt über die Hintergründe der “Demokratie-WM”.

Auch wir haben uns im Rahmen unserer #WMGeschichten mit beiden Ländern beschäftigt. Julien Duez schrieb über Frankreich, Christoph Wagner über Belgien.

Die Redaktion empfiehlt:

In den Randbezirken von Paris, in der Banlieu, wurden viele Talente entdeckt, die bei dieser WM für Frankreich auflaufen – auch Kylian Mbappé. Die Scouts der großen europäischen Klubs haben das längst mitbekommen und sind permanent vor Ort. Die Liste bekannter Spieler, die aus den Vorstädten der französischen Hauptstadt stammen, ist lang. Doch der Fußball dient nicht nur der Förderung außergewöhnlicher Talente. Viel wichtiger ist die gesellschaftliche Rolle des Sports und der vielen Trainer und Betreuer, die Kindern und Jugendlichen eine Perspektive und Halt geben. Eine lange Reportage aus der NY Times.
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Hinweis: Dieser Beitrag ist Bestandteil einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Bertelsmann-Stiftung und der 120minuten Lerche, Schnarr & Wagner GbR.

WM-Tipp des Tages: Russland gegen Kroatien

Was wäre, wenn die Fußball-Weltmeisterschaft nicht nach sportlichen, sondern nach demokratischen Kriterien entschieden werden würde? Diese Frage stellte sich das BTI-Projekt der Bertelsmann-Stiftung und bewertete alle Mannschaften entlang der Kategorien “Freie Wahlen”, “Meinungsfreiheit”, “Schutz der Bürgerrechte”, “Soziale Inklusion” und “Korruptionsbekämpfung”. Im direkten Duell zwischen Russland und Kroatien lautet der “Tipp des Tages” heute:

Drei Premierminister als kroatische Mannschaftskapitäne in zehn Monaten – darüber kann der seit fast 20 Jahren regierende Teamchef Putin nur den Kopf schütteln. Ein Ende seiner Amtszeit ist noch lange nicht absehbar. Das Ende seines Teams allerdings schon: sang- und klanglos geht die russische Autokratie gegen Kroatiens Demokraten unter. Schlechter demokratischer Spielaufbau mit zweifelhaften Wahlen, schlechte Verteidigung der Bürgerrechte und ein katastrophales Fairplay mit weit verbreiteter Korruption, so hat Russland keine Chance. Zeit, zu gehen. Fazit: Do swidanja!

Zum Länderportrait Brasilien (PDF)
Zum Länderportrait Kroatien (PDF)

Mehr Informationen zur “Demokratie-WM” der Bertelsmann-Stiftung erhaltet Ihr direkt auf der Projekt-Homepage.

In Podcast-Episode 13 sprach Alex Schnarr aus der 120minuten-Redaktion mit Hauke Hartmann vom BTI-Projekt über die Hintergründe der “Demokratie-WM”.

Auch wir haben uns im Rahmen unserer #WMGeschichten mit beiden Ländern beschäftigt. Katrin Scheib schrieb über Russland, Anthony Zoric über Kroatien.

Die Redaktion empfiehlt:

Wenn 120 Minuten gespielt sind, entscheidet das Elfmeterschießen. Ultimative Spannung und der ungewisse Ausgang machen es für die einen zum Höhe-, für andere zum Tiefpunkt eines WM-Turniers. Wieso nicht mal etwas anderes probieren, um der Hysterie entgegenzuwirken und für mehr Gerechtigkeit zu sorgen, fragt Simon Jenkins im Guardian. Andererseits, wenn man sich diese interaktive Übersicht mit allen WM-Elfmetern bei der ZEIT anschaut, kommen spontan Erinnerungen hoch, die man nicht missen möchte.
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Hinweis: Dieser Beitrag ist Bestandteil einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Bertelsmann-Stiftung und der 120minuten Lerche, Schnarr & Wagner GbR.

WM-Tipp des Tages: Brasilien gegen Belgien

Was wäre, wenn die Fußball-Weltmeisterschaft nicht nach sportlichen, sondern nach demokratischen Kriterien entschieden werden würde? Diese Frage stellte sich das BTI-Projekt der Bertelsmann-Stiftung und bewertete alle Mannschaften entlang der Kategorien “Freie Wahlen”, “Meinungsfreiheit”, “Schutz der Bürgerrechte”, “Soziale Inklusion” und “Korruptionsbekämpfung”. Im direkten Duell zwischen Brasilien und Belgien lautet der “Tipp des Tages” heute:

Zwei tief gespaltene Länder treten gegeneinander an. Belgien war in diesem Jahrzehnt am Rande einer Staatskrise, ernsthaft wurde eine Aufteilung des Landes in Flandern und Wallonien diskutiert. In Brasilien hingegen ist die Spaltung politisch, zwischen den Anhängern der lange regierenden Arbeiterpartei um den Ex-Präsidenten Lula und konservativen bis rechtsextremen Gegnern. Kein guter Teamgeist also in beiden Mannschaften. Im Spiel hat Belgien die Nase vorn: knapp, aber aufgrund einer Reform zur Korruptionsbekämpfung mit besserem Fairplay. Und ohne Neymars Schauspielkünste.

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Zum Länderportrait Belgien (PDF)

Mehr Informationen zur “Demokratie-WM” der Bertelsmann-Stiftung erhaltet Ihr direkt auf der Projekt-Homepage.

In Podcast-Episode 13 sprach Alex Schnarr aus der 120minuten-Redaktion mit Hauke Hartmann vom BTI-Projekt über die Hintergründe der “Demokratie-WM”.

Auch wir haben uns im Rahmen unserer #WMGeschichten mit beiden Ländern beschäftigt. Alex Schnarr schrieb über Brasilien, Christoph Wagner über Belgien.

Die Redaktion empfiehlt:

Wie kam die WM eigentlich nach Russland? Ken Bensinger wirft im Guardian einen Blick auf die WM-Doppelvergabe 2018 und 2022 im Jahr 2010. Aus der Perspektive der englischen Mitbewerber lässt er die Vergabe Revue passieren und analysiert die Gepflogenheiten bei der Fifa. Trotz einer sehr guten Bewerbung und vielen prominenten Fürsprechern wurde dem englischen Bewerbungskomittee schnell klar, dass Russland zu jedem Mittel greifen wird, um das Fifa-ExCo zu überzeugen.
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Hinweis: Dieser Beitrag ist Bestandteil einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Bertelsmann-Stiftung und der 120minuten Lerche, Schnarr & Wagner GbR.

WM-Tipp des Tages: Kolumbien gegen England

Was wäre, wenn die Fußball-Weltmeisterschaft nicht nach sportlichen, sondern nach demokratischen Kriterien entschieden werden würde? Diese Frage stellte sich das BTI-Projekt der Bertelsmann-Stiftung und bewertete alle Mannschaften entlang der Kategorien “Freie Wahlen”, “Meinungsfreiheit”, “Schutz der Bürgerrechte”, “Soziale Inklusion” und “Korruptionsbekämpfung”. Im direkten Duell zwischen Kolumbien und England lautet der “Tipp des Tages” heute:

Zwei Aussteiger treten gegeneinander an: die konservative Regierung May will England aus der EU führen, die neugewählte rechte Regierung Duque stellt das bestehende Friedensabkommen mit der Guerilla in Frage. Beide Regierungen spielen mit dem Feuer und riskieren den sozialen Zusammenhalt. Der aber ist in England um Welten größer als in Kolumbien, wo ein Prozent der Bevölkerung über 50 Prozent des Landbesitzes verfügt und die mühsam befriedeten Konflikte jederzeit wieder ausbrechen können. Ein weiteres Plus für die „Three Lions“: das traditionelle britische Fairplay, während in Kolumbien Korruption weiterhin verbreitet ist. Fazit: Kolexit.

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Mehr Informationen zur “Demokratie-WM” der Bertelsmann-Stiftung erhaltet Ihr direkt auf der Projekt-Homepage.

In Podcast-Episode 13 sprach Alex Schnarr aus der 120minuten-Redaktion mit Hauke Hartmann vom BTI-Projekt über die Hintergründe der “Demokratie-WM”.

Auch wir haben uns im Rahmen unserer #WMGeschichten mit beiden Ländern beschäftigt. Jérôme Grad schrieb über Kolumbien, Chris Lee über England.

Die Redaktion empfiehlt:

Doping ist nur ein Randthema bei dieser WM. Die FIFA redet nicht gerne darüber, in Russland redet man nicht gerne darüber und überhaupt bringt das ja alles nichts beim Fußball. Die FIFA hält sich ziemlich bedeckt bei Fragen zu den Dopingkontrollen bei der WM, indessen überzeugt Russland mit außerordentlicher Laufleistung und es sind eine Reihe von Fragen offen, deren Beantwortung für mehr Transparenz sorgen würden. Hinzu kommen die neuesten Recherchen der ARD-Dopingredaktion zu Dopingpraktiken in Brasilien.

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Hinweis: Dieser Beitrag ist Bestandteil einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Bertelsmann-Stiftung und der 120minuten Lerche, Schnarr & Wagner GbR.

WM-Tipp des Tages: Brasilien gegen Mexiko

Was wäre, wenn die Fußball-Weltmeisterschaft nicht nach sportlichen, sondern nach demokratischen Kriterien entschieden werden würde? Diese Frage stellte sich das BTI-Projekt der Bertelsmann-Stiftung und bewertete alle Mannschaften entlang der Kategorien “Freie Wahlen”, “Meinungsfreiheit”, “Schutz der Bürgerrechte”, “Soziale Inklusion” und “Korruptionsbekämpfung”. Im direkten Duell zwischen Brasilien und Mexiko lautet der “Tipp des Tages” heute:

10 Prozent Zustimmung zur noch amtierenden Regierung – das ist die einzig verbindende Bilanz zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Demokratien Lateinamerikas. Ansonsten liegen Welten zwischen Acapulco und der Copacabana. Ja, Fairplay wird auch in Brasilien nicht großgeschrieben, die Politik ist korrupt und die Amtsenthebung der linksgerichteten Ex-Präsidentin Dilma Rousseff war ein Skandal. Aber immerhin wird Korruption in Brasilien effektiv bekämpft, während in Mexiko mafiöse Strukturen das Land durchziehen und Drogenkartelle sich korrupte Beamte und bestechliche Polizisten kaufen. Die demokratischen Institutionen in Brasilien funktionieren, in Mexiko allenfalls eingeschränkt. Viel zu tun für den neuen Präsidenten. Fazit: Fünf Freiflüge für die Kanarienvögel.

Zum Länderportrait Brasilien (PDF)
Zum Länderportrait Mexiko (PDF)

Mehr Informationen zur “Demokratie-WM” der Bertelsmann-Stiftung erhaltet Ihr direkt auf der Projekt-Homepage.

In Podcast-Episode 13 sprach Alex Schnarr aus der 120minuten-Redaktion mit Hauke Hartmann vom BTI-Projekt über die Hintergründe der “Demokratie-WM”.

Auch wir haben uns im Rahmen unserer #WMGeschichten mit beiden Ländern beschäftigt. Alex Schnarr schrieb über Brasilien, Sergio Varela über Mexiko.

Die Redaktion empfiehlt:

Kein WM-Turnier war teurer als Russland 2018. Der größte Kostentreiber sind natürlich die Stadien, deren Bau beachtliche Summen verschlungen hat. Das Geld wanderte in die Taschen derer, die Vladimir Putin nahestehen. Wer konnte sich die lukrativsten Aufträge im Rahmen der WM sichern? Wohin flossen russische Steuergelder ab? Grit Hartmann hat diejenigen porträtiert, die besonders von der WM profitieren und den FC Kreml zusammengestellt.

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Hinweis: Dieser Beitrag ist Bestandteil einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Bertelsmann-Stiftung und der 120minuten Lerche, Schnarr & Wagner GbR.

WM-Tipp des Tages: Spanien gegen Russland

Was wäre, wenn die Fußball-Weltmeisterschaft nicht nach sportlichen, sondern nach demokratischen Kriterien entschieden werden würde? Diese Frage stellte sich das BTI-Projekt der Bertelsmann-Stiftung und bewertete alle Mannschaften entlang der Kategorien “Freie Wahlen”, “Meinungsfreiheit”, “Schutz der Bürgerrechte”, “Soziale Inklusion” und “Korruptionsbekämpfung”. Im direkten Duell zwischen Spanien und Russland lautet der “Tipp des Tages” heute:

Zwei sehr unterschiedliche Spielsysteme treffen aufeinander: die spanische Demokratie sieht ihre Stabilität durch Separatismus und Minderheitsregierung gefährdet, während die russische Autokratie mit eiserner Faust weder das eine zulassen noch das andere praktizieren würde. Man mag den mangelnden spanischen Teamgeist beklagen, aber immerhin ist nicht alles wie in Russland auf einen Spieler zugeschnitten. Im Spielaufbau (Wahlen) und in der Defensive (Bürgerrechte) erweist sich das demokratische Spielsystem als deutlich überlegen, was auch russische Fans zugeben würden (wenn ihre Meinungsfreiheit so garantiert würde wie in Spanien). Fazit: Die „Furia Roja“ dominiert den Roten Platz.

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In Podcast-Episode 13 sprach Alex Schnarr aus der 120minuten-Redaktion mit Hauke Hartmann vom BTI-Projekt über die Hintergründe der “Demokratie-WM”.

Auch wir haben uns im Rahmen unserer #WMGeschichten mit beiden Ländern beschäftigt. Jérôme Grad schrieb über Spanien, Katrin Scheib über Russland.

Die Redaktion empfiehlt:

Geschichten wie diese hört man immer mal wieder: Afrikanische Talente werden unter falschen Versprechungen nach Europa gelockt, wo statt der glanzvollen Karriere bei einem Top-Club dann eine ganz andere als die erhoffte Zukunft auf sie wartet. Fotograf Jason Andrew hat einige dieser Spieler getroffen und ihre Geschichte dokumentiert. Bei Mission 89 spricht er eindrucksvoll über seine Begegnungen.

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Hinweis: Dieser Beitrag ist Bestandteil einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Bertelsmann-Stiftung und der 120minuten Lerche, Schnarr & Wagner GbR.

WM-Tipp des Tages: Uruguay gegen Portugal

Was wäre, wenn die Fußball-Weltmeisterschaft nicht nach sportlichen, sondern nach demokratischen Kriterien entschieden werden würde? Diese Frage stellte sich das BTI-Projekt der Bertelsmann-Stiftung und bewertete alle Mannschaften entlang der Kategorien “Freie Wahlen”, “Meinungsfreiheit”, “Schutz der Bürgerrechte”, “Soziale Inklusion” und “Korruptionsbekämpfung”. Im direkten Duell zwischen Uruguay und Portugal lautet der “Tipp des Tages” heute:

Die beste Demokratie Lateinamerikas und die westlichste Demokratie Europas begegnen sich auf Augenhöhe. Beide Mannschaften zeichnet ein starkes Aufbauspiel über den linken Flügel aus. Schon seit 2005 wird Uruguay vom Mitte-Links-Bündnis der Frente Amplio regiert, zehn Jahre später zog Portugal mit der Mitte-Links-Regierung von Antonio Costa nach. Beide Regierungen bemühen sich um sozialen Ausgleich und sind erfolgreich in der Korruptionsbekämpfung. Unterstützt von einer sehr guten Fankultur auf den Rängen sticht aber vor allem die uruguayische Defensive – Bürgerrechte und Meinungsfreiheit sind dort noch besser geschützt als in Portugal. Fazit: Portugal werden die Flügel gestutzt.

Zum Länderportrait Uruguay (PDF)
Zum Länderportrait Portugal (PDF)

Mehr Informationen zur “Demokratie-WM” der Bertelsmann-Stiftung erhaltet Ihr direkt auf der Projekt-Homepage.

In Podcast-Episode 13 sprach Alex Schnarr aus der 120minuten-Redaktion mit Hauke Hartmann vom BTI-Projekt über die Hintergründe der “Demokratie-WM”.

Auch wir haben uns im Rahmen unserer #WMGeschichten mit beiden Ländern beschäftigt. Jérôme Grad schrieb über Uruguay, Marino Peixoto über Portugal.

Die Redaktion empfiehlt:

Stell’ Dir vor, Du musst Dein Land verlassen, um die Nationalmannschaft spielen zu sehen, weil Du zuhause nicht ins Stadion darfst. Was merkwürdig klingt, ist für Frauen im Iran traurige Realität. Zahlreiche iranische Aktivistinnen nutzten die Fußball-Weltmeisterschaft, um auf die Situation in ihrem Heimatland aufmerksam zu machen – und um einfach mal Fußball zu schauen. John Duerden mit einem schönen Stück für ESPN über die Proteste und die Frage, ob inzwischen möglicherweise ein Wendepunkt erreicht ist.

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Hinweis: Dieser Beitrag ist Bestandteil einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Bertelsmann-Stiftung und der 120minuten Lerche, Schnarr & Wagner GbR.

Sammeln für einen guten Zweck: Das Tschutti Heftli

Was kann man eigentlich nicht sammeln? Die meisten sammeln irgendwann in ihrem Leben irgendetwas: Briefmarken, Tassen, Bücher, Musik. Fußballfans sammeln Trikots, Spieltagsprogramme und Eintrittskarten. Seit 1970 gibt es die Panini-Hefte zum Einkleben und natürlich, zum Sammeln. Seit nahezu 50 Jahren werden alle zwei Jahre die Hefte veröffentlicht und Jungs und Mädchen geben ihr Taschengeld für nichts anderes aus, als für kleine Fußballaufkleber. Es gibt aber auch Alternativen. In Deutschland und Frankreich geben Supermarktketten eigene Alben heraus. Wie das aber so ist bei Alternativen: es ist halt nicht das Original. Seit 4 Jahren gibt es jedoch eine Alternative, die durchaus anders ist. Der Schweizer Verein Tschutti hat sich auf die Fahnen geschrieben, Sammelalben mit einem guten Zweck zu verknüpfen. So gehen von jeder Tüte 9 Cent an Terre des Hommes. Das ist das eine. Das andere sind die Sticker selber. Jedes Land wurde und wird von einer Künstlerin oder einem Künstler entworfen und erhält somit einen sehr eigenen Charakter.
Hinzu kommt das Preis-Leistungsverhältnis. Eine Tüte von Panini kostet im Euroraum 90 Cents, ein Anstieg von 15 Cents seit der Europameisterschaft 2016. Der Preisanstieg in Großbritannien ist noch deutlicher: von 50 auf 80 Pence stieg der Preis eines Tütchen mit 5 Stickern. Eine Tüte für das Tschutti Heft hat 10 Aufkleber und kostet €1,50. Bedenkt man, dass davon 9 Cents abgehen, kommt man auf einen Stückpreis von 14,1 Cent pro Sticker; gegenüber 18 Cent für ein Paninitütchen eine klare Angelegenheit. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit Doppelte zu bekommen durchaus geringer. Klingt komisch, ist aber so. Von etwas mehr als 30 Paninitütchen, also 150 Sticker gibt es bereits mehr als 20 Doppelte. Beim Tschutti Heft ist es genau 1 Doppelter bei 13 Tütchen. Auch hier wieder klarer Vorteil für Tschutti. Allein die Verfügbarkeit der Tschutti-Tütchen lässt zu wünschen übrig. In Deutschland findet man sie ausschließlich an den Bahnhhofkiosk und nur in ausgewählten Läden in Hamburg oder Berlin etwa. Das ist schade. Der Versand nach Frankreich ist exorbitant und somit keine Option für die Nachbestellung.

Infos zum Tschutti Heftli
Mehr Informationen zum Heft gibt es auf der Webseite und Sticker Manager kann man tauschen, was das Zeug hält.

Hinweis: Die Agentur BeilQuadrat hat uns freundlicherweise ein Exemplar des Tschutti Heftlis zur Verfügung gestellt.