Alle Artikel von Oliver Leiste

“Allmächtige Corinthians-Girls”: Wie brasilianische Fußballfans gegen Sexismus kämpfen

Als leidenschaftliche Fußballfans gründen brasilianische Frauen feministische Gruppen, um Sexismus im Sport zu bekämpfen. Dabei scheuen sie auch nicht die Auseinandersetzung mit Giganten, zeigt das Beispiel Corinthians.

Von Rosiane Siqueira
Übersetzung: Alexander Schnarr

Movimento Toda Poderosa Corinthiana: Eine feministische, brasilianische Gruppe weiblicher Corinthians-Fans, die gegen Sexismus im Fußball kämpfen.

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Ein Bier und ein Kurzer: Neue Rubrik bei 120minuten

Raum für kürzere Texte: Das ist das Ziel der neuen Rubrik “Ahlenfelder” bei 120minuten. Die Namensgebung, die auf den Schiedsrichter Wolf-Dieter Ahlenfelder zurückgeht, erinnert zudem an eine denkwürdige Kurzgeschichte der Bundesliga.

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Frank Noack: “Erwarte keine Dankbarkeit vom Fußball”

Seit 20 Jahren berichtet Frank Noack für die Lausitzer Rundschau über Energie Cottbus. Der Journalist hat den Verein in glamouröse Bundesligastadien begleitet, war aber auch auf besseren Bezirkssportanlagen in der Regionalliga und im Landespokal dabei. Einen festen Sitzplatz mit Stromanschluss weiß er deshalb sehr zu schätzen. Im Interview spricht er über Autorisierungen, veränderte Arbeitsaufgaben und neue Recherchemöglichkeiten.

Sportreporter Frank Noack berichtet über Energie Cottbus – auf Amateursportplätzen zum Teil auch unter widrigen Bedingungen.

120minuten.net | März 2019

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Mehr Einordnung wagen: Warum Lokaljournalismus im Fußball weiter wichtig ist

Um den Fußballjournalismus steht es nicht zum Besten. Die Vereine versuchen sich auf vielen verschiedenen Kanälen selbst darzustellen und damit vorzugeben, wie über sie berichtet werden darf. Technische Veränderungen eröffnen ihnen dabei neue Möglichkeiten. Doch sind die veränderten Arbeitsbedingungen für die schreibenden Journalist*innen wirklich ein Problem? Oder bieten sie auch Chancen? Welchen Weg kann der Lokaljournalismus im Fußball gehen, um weiter interessant zu bleiben? Eine Einordnung.

Kiebitze auf dem Trainingsgelände Lezama von Athletic, Quelle: Ronny Blaschke

Oliver Leiste, 120minuten.net | Februar 2019

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Vom Kaiserreich zur Kommerzialisierung: Deutschland und der moderne Fußball

„Moderner Fußball“ ist ein Schlagwort. Ein Schlagwort, das in Zeiten von wankendem 50+1, zunehmender Kommerzialisierung, zerstückelter Spieltage etc. vorwiegend negativ konnotiert ist. Aber war der Fußball vorher alt? Antik? Natürlich mitnichten. Etymologisch betrachtet, bedeutet modern nichts anderes als „modisch/nach heutiger Mode“. So gesehen geht es bei der Frage nach modernem Fußball um die Phase, in der Fußball bei der Masse der Bevölkerung und nicht nur ein paar Nerds beliebt und in der die ursprüngliche Form weiterentwickelt wurde.
Es soll hier nur um den Beginn des modernen Fußballs in England und Deutschland (genauer gesagt: im deutschen Kaiserreich) gehen und um die Frage, was oder wer verursachte, dass er modernisiert wurde. Der Beitrag ist ein in Fließtext gebrachtes Brainstorming, das ausdrücklich zum Kommentieren anregen soll. Hauptsächlich werden die Anfänge des Fußballs – 1820-1900 in England und 1870-1930 in Deutschland – untersucht

Der erste von zwei Teilen befasste sich mit dem Beginn des modernen Fußballs in England. Im nun folgenden zweiten Teil geht es um die Entwicklung des modernen Fußballs in Deutschland.

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Fußball-Geschichten, die die Welt erzählt

Warum bekamen Schweden 1958 in Hamburg Hausverbot? Seit wann gibt es “Danish Dynamite”? Wie schaut ein deutscher Drittligist eine Weltmeisterschaft? Wer gewann das “politischste Spiel aller Zeiten”? Und vor wem zittert eigentlich ganz England? Die genannten Beispiele zeigen es: Der Fußball schreibt seine eigenen Geschichten. Und die Weltmeisterschaft schreibt ganz besonders viele davon.

Nach der Erstauflage 1930 bekam das Turnier schnell seinen festen Platz im Fußballkalender. Seit den Anfangstagen hat sich die WM erheblich verändert. Sie ist immer größer geworden und kommerzieller. Jede WM-Ausrichtung in der Neuzeit ist auch immer mit reichlich Kritik verbunden. Korruption ist Alltag in den Führungsgremien der großen Fußballverbände. Viele Länder, die sich um eine WM bewerben oder diese tatsächlich ausrichten, werden häufig auch für die mangelnde Einhaltung der Menschenrechte kritisiert.

Allen Negativaspekten zum Trotz ist eine Fußball-Weltmeisterschaft, wenn sie einmal läuft, aber stets auch ein wichtiges soziales Ereignis. Sie bringt Menschen auf der ganzen Welt zusammen, lässt sie Siege feiern und sich bei Niederlagen Trost spenden. Für viele Länder ist schon die erfolgreiche Qualifikation ein nationales Event. Ein paar gute Spiele lassen Träume wachsen, ein schlechtes diese platzen. Und aus all diesen Momenten wachsen Geschichten, die wieder und wieder erzählt werden. In Vorbereitung auf die anstehende WM in Russland haben wir uns in allen Teilnehmerländern umgehört, um einige dieser Storys erzählen zu können. So haben wir viele wunderbare Menschen kennengelernt, die für uns ihren ganz persönlichen WM-Moment oder eine kollektive Erinnerung aus ihrer Heimat aufgeschrieben haben. Das Ergebnis sind unsere 32 Geschichten zur WM in Russland.

Ganz herzlich bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei allen Kolleg*innen, die an diesem Projekt mitgewirkt haben:

Katrin Scheib (@kscheib), Wael Jabir (@waeljabir), Omar Hassan, Jérôme Grad (@Mr_Degree), Marino Peixoto (@Marinovpeixoto), Hakim Amalou (@amalouhakim), Art Eftekhari (@teammellitalk), Julien Duez (@Fluxke), Lennart Birth (@LennartBirth), Claus Røndbjerg-Christensen (@ClaudeInFrench), Christoph Wagner (@wagnerc23), Jim Hart (@Catenacciari), Anthony Zoric (@AnthonyZoric), Endreas Müller (@endreasmueller), Alex Schnarr (@ersatzbank), Philippe Vonnard, Dejan Zec (@Arbeitmann), Oliver Leiste (@LeisteO), Sergio Varela (@Soy_El_Varela), Christian (@Yanikor95), Chris Lee (@CMRLee), Oliver Wiebe (@OlliWiebe) und Ken Matsushima (@JSoccerMagazine).


Bildnachweis: Kremlin.ru [CC BY 3.0, CC BY 4.0 or CC BY 3.0], via Wikimedia Commons

Advent in den Blogs – Der Fußball-Weihnachtskalender

Der Advent ist die Zeit des Friedens, der Besinnlichkeit und der Familie. Oder sollte es zumindest sein. Aber der Dezember ist auch eine Zeit des Fußballs und insbesondere der Adventskalender. Beides wollen wir in diesem Jahr kombinieren – mit dem Fußball-Weihnachtskalender “Advent in den Blogs”. Der Kalender ist ein gemeinsames Projekt verschiedener Blogger und Fußballbegeisterter.

Ab dem 1. Dezember gibt es täglich eine Geschichte – von Weihnachten, von Frieden oder von besonderen Begebenheiten des schönen Spiels. Es gibt neue Storys und solche, die einfach mal wieder erzählt werden wollen. Los geht es hier bei 120minuten.de mit vier Erzählungen – zwei von unseren Autoren und zwei von Clemens Kurek (@berlinscochise). Anschließend reichen wir den Staffelstab an Kees Jaratz weiter, seine vier Türchen findet Ihr dann auf dem Zebrastreifenblog. Es folgen vier Texte, die bei Cavanis Friseur erscheinen werden. Von dort wird der Ball zu turus.net weitergespielt. Danach übernimmt Nachspielzeiten. Kurz vor Weihnachten kommt der Kalender dann zurück nach Hause. Insgesamt vier Texte von Clemens Kurek und uns läuten dann das Finale vor den Festtagen ein.

Schlagt hoch den Ball, das Tor macht rein …

An dieser Stelle findet ihr täglich ein neues Türchen des Fußball-Weihnachtskalenders.

Tür 1: England – Deutschland, 1. Dezember 1954, Wembley
Tür 2: Der westfälische Fanfrieden von Preußen Münster
Tür 3: Football is our life oder: Welt in Bewegung
Tür 4: Mark E. Smith liest Fußballergebnisse
Tür 5: Duisburg – die Fußballmacht der Anfänge im Westen (im Zebrastreifenblog)
Tür 6: Mitten in das Schalker Herz (im Zebrastreifenblog)
Tür 7: Was macht Horace Wimp nur samstags? (im Zebrastreifenblog)
Tür 8: Dominique Menotti macht mit Fußball Krimikunst (im Zebrastreifenblog)
Tür 9: Die enttäuschende Karriere des Francis Jeffers (bei Cavanis Friseur)
Tür 10: Die Keeper, die Pep rief (bei Cavanis Friseur)
Tür 11: Acht Tore und viel Rot zum Boxing Day (bei Cavanis Friseur)
Tür 12: Chicharito packt den Sack aus (bei Cavanis Friseur)
Tür 13: TeBe vs. BFC: Knüppel aus dem Sack und gratis Pfeffi zum Nikolaus 2008 (bei turus.net)
Tür 14: 20. Dezember 2000: Ernemann schießt Union ins Glück und lässt sogar Journalisten Sitzkissen werfen (bei turus.net)
Tür 15: Ein Spiel, das alles veränderte: F.C. Hansa Rostock vs. Eintracht Frankfurt im Oktober 1995 (bei turus.net)
Tür 16: FC Schalke 04 vs. 1. FC Köln: Als die Nikoläuse vor 25 Jahren im Parkstadion Bambule machten (bei turus.net)
Tür 17: Die ersten Sportzeitschriften (auf Nachspielzeiten)
Tür 18: Als Fußball in Deutschland ein Massenphänomen wurde (auf Nachspielzeiten)
Tür 19: Wissenschaftliches Spiel – Kombinationsfußball (auf Nachspielzeiten)
Tür 20: What about sports? (auf Nachspielzeiten)
Tür 21: BSG Chemie Buna Schkopau – Eine persönliche Fußballerinnerung

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Beitragsbild: Richard Ernst Kepler – Im Landes des Christkinds [Public domain], via Wikimedia Commons