Alle Artikel von Alex Schnarr

Der VfB Stuttgart zwischen 2009 und 2019: Vom Fast-Meister zur Fahrstuhlmannschaft?

Zehn Jahre VfB-Geschichte: Keine gerade Linie

Gemeinhin geht die Geschichte vom Niedergang des VfB Stuttgart so: 2007 wurde der Verein für Bewegungsspiele zum fünften Mal in seiner Geschichte Meister – danach ging es bergab, bis hinab in die zweite Liga. Aber Geschichte ist nun mal keine gerade Linie und Fußballgeschichte schon gar nicht. Im Gegenteil: Am 23. Mai 2009 hatte der VfB im Auswärtsspiel beim FC Bayern München zum letzten Mal eine reelle Chance auf den Meistertitel. Alles, was es dafür gebraucht hätte, war ein Auswärtssieg in München und eine Niederlage des VfL Wolfsburg im Heimspiel gegen Werder Bremen. Es kam anders: Wolfsburg gewann sein Heimspiel mit 5:1 und die Bayern holten sich durch ein Eigentor von Boulahrouz und einen Treffer von van Bommel die Vizemeisterschaft. Am 23. Mai 2019 steht der VfB zum wiederholten Male mit einem Bein in der Zweitklassigkeit, denn er muss in der Relegation gegen Union Berlin antreten. Wie wurde aus einem Verein, der in den 2000ern ein Dauergast im Europapokal war, 2007 Deutscher Meister wurde und 2009 die Schale zumindest in Sichtweite hatte, in den letzten zehn Jahren ein Verein, der Saison für Saison tiefer im Chaos zu versinken scheint, und dies mit mit der schlechtesten Spielzeit seiner Bundesliga-Geschichte in der Saison 2018/2019 krönt?

(c) vfb-bilder.de

von Lennart Sauerwald, rundumdenbrustring.de | Mai 2019 Weiterlesen

Ins Heft geschaut: ballesterer Nr. 141

“Gönner, Geld und Glitzer – Die wilden 90er” – ballesterer, Ausgabe 141

Die neunziger Jahre waren eine wilde Zeit – in Deutschland genauso wie in Österreich. Dort veränderte eine Generation von Managern den Fußball für immer. Die Folgen sind bis heute spürbar, berichtet der ballesterer in seiner aktuellen Ausgabe.

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Wenn Fußball und Trauer aufeinandertreffen

Ein Querpass durch die Trauerkultur im Fußball

Als im Januar 2019 das Flugzeug mit dem argentinischen Spieler Emiliano Sala auf dem Weg zu seinem neuen Verein Cardiff City als vermisst gemeldet wurde, löste dies eine Welle großer Anteilnahme der Fans und der Akteur*innen rund um den Fußball aus. Das konnte man auch Ende Oktober des vorherigen Jahres beobachten, nachdem der Besitzer von Leicester City, Vichai Srivaddhanaprabha, verunglückte. Gerade im Fußball sind Trauer und Tod so sichtbar und präsent wie sonst fast nirgends. Der folgende Text beschreibt das Verhältnis des Fußballs und seiner Akteur*innen zu diesen Themen und zum Umgang mit ihnen.

(c) 2018 Martin Widdra, alle Rechte vorbehalten / all rights reserved

von Carmen Mayer, trauerundfussball.de | Februar 2019

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Bildet Banden!

Sportjournalistinnen in der Fußballberichterstattung

40 Prozent der Fans von Bundesligamannschaften sind weiblich, aber nur etwa 10 Prozent der im Fußballjournalismus Tätigen sind Frauen. Woran liegt das? Und wie blicken Sportjournalistinnen eigentlich selbst auf ihr Arbeitsfeld? Ein Text über Selbstvertrauen, Mut, Vorbilder und: Netzwerke.

© Arne Müseler / arne-mueseler.de / CC-BY-SA-3.0

Alexander Schnarr, 120minuten.net | Januar 2019

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Ins Heft geschaut

„99 Jahre Vorwärts Steyr“ – ballesterer, Ausgabe 135

Wenn wir in der 120minuten-Redaktion nicht gerade Themen recherchieren, Beiträge redigieren oder damit beschäftigt sind, die nächste Veröffentlichung vorzubereiten, lesen wir selbst gern und viel. Vorzugsweise natürlich Texte, die sich auf die eine oder andere Art und Weise mit dem Thema „Fußball“ beschäftigen. Großer Beliebtheit erfreut sich dabei in der Redaktion der „ballesterer“, ein Fußballmagazin aus Österreich, herausgegeben vom „Verein zur offensiven Erweiterung des Fußballhorizonts“. Sehr gefreut haben wir uns daher, dass wir bereits vor dem Erscheinen der aktuellen Ausgabe 135 einen Blick ins Heft werfen durften. Was drinsteht und warum Ihr den „ballesterer“ auf jeden Fall kaufen solltet, erfahrt Ihr im folgenden Text.

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Veranstaltungshinweis: “Journalismus? Nicht umsonst!”

Ihr erinnert Euch vielleicht: Im vergangenen September landeten wir unseren Auswärtssieg in Dortmund, konnten eine Jury vom Konzept hinter 120minuten überzeugen und eins von drei Grow-Stipendien gewinnen. Die Förderung von Gründer*innen im gemeinnützigen Journalismus durch das Netzwerk Recherche und die Schöpflin Stiftung geht nun in die dritte Runde. Die in diesem Jahr auf je 3.000 Euro aufgestockten Grow-Stipendien unterstützen journalistische Start-ups, die einen klaren Recherche-Schwerpunkt haben und nicht profitorientiert sind. Bewerbungen sind bis zum 15. August 2018 möglich. Mehr Informationen findet Ihr hier: nrch.de/grow

Vergeben werden die Stipendien in diesem Jahr auf einer Fachkonferenz zum gemeinnützigen Journalismus. „Journalismus? Nicht umsonst!“ ist eine Tagung über Nonprofitjournalismus, neue Finanzierungsideen und das Verhältnis von Journalismus und Stiftungen. Auch wenn wir in diesem Jahr nicht als Stipendien-Bewerber antreten, werden wir dort trotzdem als reguläre Konferenzteilnehmer am Start sein und freuen uns schon jetzt auf den Austausch, neue Ideen und spannende Kontakte. Vielleicht sieht man sich ja dort?

WANN? Freitag, 21. September 2018

WO? Berlin

Hier geht es zu weiteren Informationen und zur Anmeldung.

 

Der 120minuten-Newsletter im neuen Gewand

“Nichts ist so beständig wie der Wandel”, wusste man schon im antiken Griechenland. Nun ist 120minuten noch nicht ganz so alt, dennoch lässt sich die Aussage des guten Heraklit auch ganz hervorragend auf unsere Arbeit beziehen. Hinter den Kulissen (und manchmal auch davor) sind wir kontinuierlich dabei, unser kleines Projekt jeden Tag ein Stückchen besser zu machen, was manchmal eben auch bedeutet, Dinge anders zu machen als bisher.

Eine dieser Veränderungen betrifft den 120minuten-Newsletter. War das bis dato eher eine automatisierte Benachrichtung über neue Texte und Blogposts, wollen wir den Newsletter ab sofort stärker dazu nutzen, Euch über neue Entwicklungen bei 120minuten zu informieren, einen Überblick über die letzten Aktivitäten zu geben und Euch auch am Innenleben der Redaktion teilhaben zu lassen. Deshalb haben wir uns folgendes überlegt:

Der neue 120minuten-Newsletter erreicht Euch ab sofort einmal monatlich und wird immer abwechselnd von einem Redaktionsmitglied gestaltet. Wir blicken noch mal zurück, was im jeweiligen Monat bei 120minuten so los war (Longreads, Podcast, Neues aus der Redaktion) und empfehlen außerdem je ein Lesestück pro Redaktionsmitglied, das uns in den vergangenen Wochen besonders beschäftigt hat. Dazu gibt es einen Ausblick auf die kommenden Longreads bei uns sowie auf weitere spannende Veranstaltungen und Ereignisse, auf die wir uns in der 120minuten-Redaktion besonders freuen.

Diejenigen unter Euch, die den Newsletter bereits abonniert haben, müssen nichts weiter tun. Wer bisher noch nicht im Verteiler ist, aber gern aufgenommen werden möchte, kann sich über den Link hier auf der Seite in den neuen 120minuten-Newsletter eintragen. Und, ach ja, auch bei den verschiedenen Anmeldeoptionen haben wir einmal feucht durchgewischt – wie gesagt, nichts ist so beständig wie der Wandel.

Wir wünschen auf jeden Fall viel Spaß und angeregte Lektüre und freuen uns auf Eure Rückmeldungen, Anregungen und Kommentare. Herzliche Grüße aus Redaktion, bleibt sportlich!

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Fazit zur Demokratie-WM: Demokratien spielen besser Fußball

Zu den vielen Ritualen einer Fußballweltmeisterschaft gehört es, nach dem Turnier umfassend Bilanz zu ziehen. Zeit also, auch unsere Demokratie-WM noch einmal Revue passieren zu lassen und unsere Tipps auszuwerten. Lagen wir mit unserer These richtig, dass es einen Zusammenhang zwischen der Demokratiequalität eines Landes und den Leistungen seiner Fußballnationalmannschaft gibt?

Ein Gastbeitrag des BTI-Projekts der Bertelsmann Stiftung

Historisch lässt sich die Frage relativ eindeutig beantworten: in den 18 Weltmeisterschaften seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges haben demokratisch regierte Länder 16 Mal den Titel geholt. Für den aktuellen Test haben wir die 32 teilnehmenden Nationen auf der Basis der unabhängigen Bewertungen der beiden Demokratie-Indizes der Bertelsmann Stiftung – des Transformationsindex (BTI) und der Sustainable Governance Indicators (SGI) – in fünf zentralen Demokratie-Feldern bewertet. Die wichtigsten Informationen dazu haben wir in Länderporträts zusammengefasst. Aus dem direkten Vergleich der beiden Kontrahenten entlang der fünf Kategorien leiteten sich unsere Spieltipps ab. Wer in Sachen freie Wahlen, Meinungsfreiheit, Schutz der Bürgerrechte, soziale Inklusion und Korruptionsbekämpfung die Nase vorn hatte, so unsere Annahme, wird sich auch sportlich durchsetzen.

Das Ergebnis: in 30 der 64 Begegnungen haben wir mit diesem System auf den tatsächlichen Gewinner der Partie getippt. Mit einer Trefferquote von 48 Prozent schlagen wir zwar die meisten tierischen Orakel-Gegner, die regelmäßig während Weltmeisterschaften auftauchen, und können gleichziehen mit vielen der auf rein sportlichen Daten basierenden Prognoseinstrumente. Aber für den Erfolg versprechenden Wettbüroeinsatz des Ersparten entlang unserer Vorausschau wären wir insgesamt nicht präzise genug gewesen.

Das lag in erster Linie daran, dass wir bei Begegnungen zwischen Demokratien untereinander häufiger danebenlagen. Je enger unsere Bewertungen für die Demokratiequalitäten zusammenlagen, umso geringer unsere Prognosefähigkeit. Ginge es allein nach Demokratiequalität, dann wären Schweden, Dänemark oder Island viel länger im Turnier geblieben. Auch Deutschland wäre nicht in der Vorrunde ausgeschieden.

Am zuverlässigsten waren unsere Prognosen bei Partien von Gegnern auf niedrigem oder sehr unterschiedlichen Demokratieniveau. Sobald mindestens eine der 5 qualifizierten Autokratien mitspielte, stimmte unser Modell in 69 Prozent der Fälle mit dem Spielausgang überein; 9 Sieger der insgesamt 13 Partien haben wir richtig vorausgesagt. In sämtlichen Spielen der Gruppe A mit der Demokratie Uruguay und den Autokratien Ägypten, Russland und Saudi-Arabien hat das Abschneiden im direkten Demokratie-Vergleich jeweils auch zum Gewinner der Begegnung gepasst. Mit solch einer Quote landet man in jeder Tipprunde weit vorne.

Auch der Gesamtverlauf der WM 2018 einschließlich der Qualifikationsphase zeigt, dass Demokratie und Fußball mehr miteinander zu tun haben könnten, als allgemein angenommen: Das Verhältnis zwischen in der FIFA organisierten Fußballverbänden aus demokratischen und autokratischen Staaten ist 2:1. Für die Weltmeisterschaft 2018 qualifiziert haben sich schon mehr als fünfmal so viele Demokratien wie Autokratien. Nach der Gruppenphase betrug das Verhältnis 15:1 – Gastgeber Russland war die einzig im Turnier verbliebene Autokratie.

Gibt es Erklärungen dafür, dass im Vergleich mit Autokratien demokratisch regierte Fußballnationen besser abschneiden, die über Zufälligkeiten hinausgehen? Das britische Magazin Economist hat sich ebenfalls im Vorfeld der WM an einem Modell versucht, Einflussgrößen neben dem Fußballplatz zu definieren. Ergebnis: Wohlstand, Landesgröße und die Fußballbegeisterung der Bevölkerung können bis zu 50 Prozent das Abschneiden der Nationalmannschaften im internationalen Vergleich erklären. Der Rest, werde zumindest zum Teil davon bestimmt, wie stark Länder bei der Ausbildung ihres Nachwuchses auf Kreativität und individuelle Entscheidungskompetenz setzen oder wie offen sie sind für internationale Einflüsse – sowohl bei der Benennung ihres eigenen Kaders als auch beim Einsatz ihrer Spieler in den besten Ligen dieser Welt.

Freiheit, Offenheit und Wettbewerb, so scheint auch hier zu gelten, haben Anteil am Erfolg. Vielleicht gelingt die Übersetzung in die Welt des Fußballs ja Demokratien besser, weil sie diese Werte eher als autoritäre Staaten auch in Politik und Gesellschaft berücksichtigen – sei es bei der Möglichkeit zur freien Meinungsäußerung, dem pluralistischen Wettbewerb politischer Einstellungen, der Toleranz von Opposition oder dem Schutz vor allzu übermächtigem Eingreifen des Staates in individuelle Freiheiten. China hat den Gewinn eines Weltmeistertitels bis zum Jahr 2050 zum Staatsziel erklärt, bis 2030 will man dominant in Asien sein, bis 2025 sollen im ganzen Land 50.000 Fußballschulen entstehen, Milliardenbeträge sollen in diesen Ausbau und den Einkauf internationalen Know-Hows gesteckt werden. Noch hat die staatlich verordnete Fußball-Offensive keine große sportliche Wirkung entfaltet – bisher zumindest zeigt die Empirie, dass eine Liberalisierung der Gesellschaft einen großen Beitrag zum Erreichen des Ziels leisten könnte.

Fußball, so wird in vielen der allerorts gezogenen Bilanzen deutlich, dient immer auch als Projektionsfläche für alle möglichen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen. Ist Deutschlands Vorrunden-Aus ein Spiegelbild des mangelnden Teamspirits der Regierungskoalition oder gar des bröckelnden sozialen Zusammenhalts der deutschen Gesellschaft? Wird Frankreichs Titelgewinn Präsident Macrons unterirdische Zustimmungswerte ähnlich nach oben katapultieren wie im Jahr 1998? Sollte Europa nicht auch politisch Zuversicht schöpfen aus der Tatsache, dass zum fünften Mal in der WM-Geschichte die Halbfinale ausschließlich unter Mannschaften des Alten Kontinents ausgefochten wurden? Und hat das Fußballfest in Russland letztlich nur zur Legitimierung des autoritären Regierungsstils Putins beigetragen oder auch dabei geholfen, bei Gastgebern wie Besuchern alte Stereotype und Feindbilder aufzubrechen, was die russische Politik zwar nicht von heute auf morgen verändert, aber vielleicht die Akzeptanz autoritärer Strukturen bei der Bevölkerung?

Fußball bleibt die schönste Nebensache der Welt und wir sollten ihn nicht überfrachten mit allzu vielen Projektionen und vermeintlich sicheren Prognosen. Unser Anliegen war es, bei aller Freude am Spiel den Blick auch hin und wieder auf die Zustände neben dem Spielfeld zu lenken. Uns jedenfalls hat das Experiment Spaß gemacht. Es hat uns neue Denkanstöße für unsere eigene Arbeit gegeben. Zwar haben wir uns mit dem Austragungsort und -zeit der Winter-WM 2022 und der Jahreszeit noch nicht so richtig angefreundet, aber wir sind bereit, in vier Jahren den nächsten Test zu starten. Gerne wieder mit so exzellenten Partnern wie dem Blog 120minuten und dem argentinischen Think Tank CADAL.

Es gibt keine letzte Gewissheit darüber, welche sportlichen oder außersportlichen Faktoren wie zusammentreffen müssen, damit es mit dem Titel klappt. Zum Glück hat auch diese Weltmeisterschaft wieder unter Beweis gestellt, wie herrlich unvorhersehbar manche Spielausgänge sind. Sportlich wird Jogi Löw das frühe Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft hoffentlich erfolgreich analysieren können. Ein Fazit unserer etwas anderen WM jedoch ist – bisher zumindest – noch nicht widerlegt: Demokratien spielen einfach besser Fußball!

WM-Tipp des Tages: Frankreich gegen Kroatien

Was wäre, wenn die Fußball-Weltmeisterschaft nicht nach sportlichen, sondern nach demokratischen Kriterien entschieden werden würde? Diese Frage stellte sich das BTI-Projekt der Bertelsmann-Stiftung und bewertete alle Mannschaften entlang der Kategorien “Freie Wahlen”, “Meinungsfreiheit”, “Schutz der Bürgerrechte”, “Soziale Inklusion” und “Korruptionsbekämpfung”. Im Duell um den Weltmeistertitel zwischen Frankreich und Kroatien lautet der “Tipp des Tages”:

Finalpremiere für Kroatien, die Überraschungsmannschaft dieser WM. Leider ist die Qualität der kroatischen Demokratie in den letzten Jahren hinter den Erwartungen der Bürger zurückgeblieben. Insbesondere Pressefreiheit ist unter Druck geraten. Es gibt gelegentlich Versuche der Einflussnahme auf die Medien, und die Leitung des kroatischen Rundfunks ist von den politischen Parteien abhängig. Hinzu kommt mangelnde Kontinuität: Nicht nur die Nationalmannschaft hat in den vergangenen drei Jahren zweimal den Trainer ausgetauscht, auch der Ministerpräsident wurde seit 2015 zweimal ausgewechselt.
Die französische Demokratie hat ihre ganz eigenen Herausforderungen, die der Wahlkampf im vergangenen Jahr schonungslos offengelegt hat. Dennoch behält die Equipe Tricolore aufgrund einer stärkeren Fankultur (Meinungsfreiheit) und eines größeren Teamgeists (soziale Inklusion) in diesem Finale die Oberhand.

Zum Länderportrait Frankreich (PDF)
Zum Länderportrait Kroatien (PDF)

Mehr Informationen zur “Demokratie-WM” der Bertelsmann-Stiftung erhaltet Ihr direkt auf der Projekt-Homepage.

In Podcast-Episode 13 sprach Alex Schnarr aus der 120minuten-Redaktion mit Hauke Hartmann vom BTI-Projekt über die Hintergründe der “Demokratie-WM”.

Auch wir haben uns im Rahmen unserer #WMGeschichten mit beiden Ländern beschäftigt. Julien Duez schrieb über Frankreich, Anthony Zoric über Kroatien.

Die Redaktion empfiehlt:

Das dicke Ende kommt erst noch. Das gilt sowohl für die WM in Russland als auch den Prozess gegen hochrangige FIFA-Offizielle, der in den USA läuft. Im Tribünengespräch beim Rasenfunk sprach Max-Jacob Ost mit Jürgen Kalwa ausführlich über den Prozess und die Strukturen im Fußballweltverband. Beim Hören wechseln sich Erstaunen, Schock und Scham regelmäßig ab.
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Hinweis: Dieser Beitrag ist Bestandteil einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Bertelsmann-Stiftung und der 120minuten Lerche, Schnarr & Wagner GbR.