Schlagwort: Fankultur

Mittendrin – Fußballfans in Deutschland – Kurzrezension

Der Fußballfan, das unbekannte Wesen. Wer ein Fußballspiel im Stadion besucht, der hat mitunter mit Vorurteilen und Pauschalisierungen zu kämpfen. Dabei ist das Publikum in einem Stadion vor allem eines – divers. Die Fans eines Vereins sind keine homogene Gruppe. Verschiedene Gruppen mit unterschiedlichen Motiven und Individuen mit ganz eigenen Einstellungen sind die Puzzelteile aus denen sich das zusammensetzt, was man als Außenstehender und aus der Entfernung als die Fans eines Vereins identifiziert, weil sie die gleichen Farben tragen.

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Hokori – Ein Blick auf die japanische Fußball-Fankultur

Anhänger der Nationalmannschaft, die nach einem WM-Spiel den eigenen Block aufräumen. Weit reisende Gästefans, die vom Gegner mit lokalen Speisen begrüßt werden. Positive Stimmung auch dann, wenn die eigene Mannschaft mitten in einer Niederlagenserie steckt. Ganz vereinzelt allerdings auch: rassistische Banner, Vandalismus und die Nebenwirkungen des “modernen Fußballs”, von denen selbstverständlich auch Japan nicht verschont bleibt. Ein Blick auf die Fußball-Fankultur im Land der aufgehenden Sonne.

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Über das Spiel zum Kampf

Wie geschieht es, dass Ultras in rechte Gruppen abrutschen? 11Freunde hat drei Aussteiger befragt. Die Gründe sind mannigfaltig:

Für einen war es die Musik, für den anderen war es das Gefühl gehört und verstanden zu werden.

Dabei sticht eines heraus: Rechte Gruppierungen besetzen die Themen der Ultras und ziehen so allmählich die Jugendlichen in ihren Bann. Sehr gutes Lesestück von Ron Ulrich.

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Die gefährliche Kriminalisierung minderjähriger Ultras

Als Präventionsmaßnahme bezeichnet die Polizei so genannte Gefährderanschreiben. Die Eltern minderjähriger Fußballfans, die Ultragruppen angehören, werden angeschrieben und es wird suggeriert, dass sich der eigene Nachwuchs in einem kriminellen Milieu bewegt. Eine Praxis, die vielerorts auf Unverständnis stößt. Interessante Recherche vom Transparent Magazin.

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Bekämpft der DFB die Meinungsfreiheit?

Gesänge, Blockfahnen, Spruchbänder und Doppelhalter – seit jeher gehören diese und noch einige weitere Utensilien fest zur Fankultur in deutschen Stadien. Meist kreativ, manchmal daneben, häufig lustig, eigentlich immer auf den Punkt, mitunter aber auch recht deutlich unter der Gürtellinie, werden sie nicht nur als Stilmittel zur Unterstützung der eigenen Mannschaft, sondern auch als Ausdrucksform der aktiven Fanszene gegenüber sportlichen Gegnern, dem eigenen Verein oder dem Deutschen Fußball-Bund genutzt. Immer häufiger werden allerdings die Medienberichte davon bestimmt, dass der DFB eben diese Form der Meinungsäußerung mit Geldstrafen sanktioniert. Von “Schmähgesängen” ist dann die Rede, oder von Diffamierung und unsportlichem Verhalten, sodass sich dem geneigten Beobachter durchaus die Frage aufdrängen kann, wie es eigentlich so bestellt ist mit der Meinungsfreiheit im Stadion. Ein Debattenbeitrag.

(Hinweis: Ergänzend zum Text finden sich am Ende der Seite Auszüge aus der Rechts- und Verfahrensordnung des Deutschen Fußball-Bundes sowie ein Interview mit Dr. Andreas Hüttl, einem Anwalt für Strafrecht aus Hannover)

Autor: Lennart Birth, 120minuten

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Fußball in England: Aus Fans wurden Kunden

Die klassische Fankultur im englischen Fußball krankt massiv. Aufgrund der Hillsborough-Katastrophe und der daraus resultierenden Abschaffung der Stehplätze in britischen Stadien wurden dem Fußball auf der Insel Charme und Authentizität genommen. Investoren aus aller Welt nutzen die Premier League zur Selbstvermarktung und treue Fans bleiben auf der Strecke. Teure Tickets machen das Erlebnis Stadionbesuch für viele Menschen in England unerschwinglich. Stattdessen fluten Touristen die Stadien der Premier League. Die Zeit hat sich auf Spurensuche begeben.

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Ultras: Die Kurvenaktivisten leben gefährlich

Mehr als Fußball, Pyro und Gewalt. Ultra-Gruppierungen engagieren sich auch politisch – innerhalb und außerhalb des Stadions. Von ihrem Engagement profitiert unsere Gesellschaft auch abseits des Sports. Die Zeit hat einen Auszug aus Ronny Blaschkes aktuellem Buch “Gesellschaftsspielchen: Fußball zwischen Hilfsbereitschaft und Heuchelei” veröffentlicht. Anhand von zwei Beispielen wird geschildert, wie sich organisierte Fußballfans engagieren und welchen Ressentiments und Angriffen sie sich ausgesetzt sehen.    

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Ökonomie des Fußballs

Dass der Fußball die Massen bewegt, liegt auf der Hand. Dass unser aller Lieblingssport auch allerlei Stoff für interessante wissenschaftliche Fragestellungen und Untersuchungen bietet, mag den einen oder anderen dagegen erstaunen. Justus Haucap mit einer lesenswerten Kolumne für das Onlinemagazin des Stifterverbandes, der man unter anderem entnehmen kann, dass sich die Attraktivität eines Fußballspielers positiv auf sein Gehalt auswirkt und was es mit Big Data im Fußball-Geschäft auf sich hat.

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