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Vom Gentlemen- zum Arbeitersport: England und der moderne Fußball

„Moderner Fußball“ ist ein Schlagwort. Ein Schlagwort, das in Zeiten von wankendem 50+1, zunehmender Kommerzialisierung, zerstückelter Spieltage etc. vorwiegend negativ konnotiert ist. Aber war der Fußball vorher alt? Antik? Natürlich mitnichten. Etymologisch betrachtet, bedeutet modern nichts anderes als „modisch/nach heutiger Mode“. Synonyme sind Adjektive wie aktuell, neu(artig), zeitgemäß und meinen damit auch fortschrittlich und etwas, das gerade eben („modo“) beliebt geworden ist. Ähnlich definiert es auch der Duden. So gesehen geht es bei der Frage nach modernem Fußball um die Phase, in der Fußball bei der Masse der Bevölkerung und nicht nur ein paar Nerds beliebt und in der die ursprüngliche Form weiterentwickelt wurde.
Es soll hier nur um den Beginn des modernen Fußballs in England und Deutschland (genauer gesagt: im deutschen Kaiserreich) gehen und um die Frage, was oder wer verursachte, dass er modernisiert wurde. Der Beitrag ist ein in Fließtext gebrachtes Brainstorming, das ausdrücklich zum Kommentieren anregen soll. Allerdings geht es hier wirklich nur um die Anfänge des Fußballs, d.h. um etwa die Phase 1820-1900 in England und 1870-1930 in Deutschland.

Dieser erste von zwei Teilen befasst sich mit dem Beginn des modernen Fußballs in England.

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Propaganda in kurzen Hosen

Die WM 1978 in Argentinien fand in einer Militärdiktatur statt, die 30.000 Leben kostete. Die Gleichgültigkeit von Verbänden wie dem DFB stärkte das Selbstbewusstsein des Folterregimes, doch die internationale Aufmerksamkeit ermöglichte Menschenrechtlern auch neue Partner und Spenden. Inzwischen hat Argentinien die wohl lebendigste Zivilgesellschaft Lateinamerikas, doch die Weltmeister spielen beim Gedenken kaum eine Rolle. Teil 3 der Themenreihe „Fußball und Menschenrechte“.

Autor: Ronny Blaschke, ronnyblaschke.de

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Offensive im Verborgenen

In vielen Ländern ist die Zivilgesellschaft eine geachtete Partnerin des Rechtsstaates – in Russland gilt sie als Gegenbewegung. Seit Jahren werden dort Grundrechte von Organisationen eingeschränkt. Doch es gibt Gruppen, die nicht aufgeben wollen und Nischen der Entfaltung finden. Auch im Fußball machen sich Aktivist*innen gegen Diskriminierung stark. Kann die Weltmeisterschaft ihren Freiraum vergrößern? Teil 2 der Themenreihe „Fußball und Menschenrechte“.

Autor: Ronny Blaschke, ronnyblaschke.de

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Ein positiver Begriff von Fußball

Mal abgesehen von 22 Personen, die einem Ball hinterherjagen, um ihn möglichst oft in das jeweils andere Tor zu schießen: Was genau bestimmt eigentlich das, was wir “Fußball” nennen? Warum ist es so schwierig, über diese Frage Konsens zu erzielen? Und wie kommt es, dass in kommerzkritischen Diskussionen schnell klar wird, was man nicht möchte, es aber weitaus schwieriger zu sein scheint, einen positiven Fußballbegriff zum Ausgangspunkt zu machen? Ausgehend von einer Betrachtung des Trainerberufs, versucht sich der folgende Text an einer grundsätzlichen Untersuchung allgemeiner Strukturen im Fußball. Ein Debattenbeitrag.

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Hokori – Ein Blick auf die japanische Fußball-Fankultur

Anhänger der Nationalmannschaft, die nach einem WM-Spiel den eigenen Block aufräumen. Weit reisende Gästefans, die vom Gegner mit lokalen Speisen begrüßt werden. Positive Stimmung auch dann, wenn die eigene Mannschaft mitten in einer Niederlagenserie steckt. Ganz vereinzelt allerdings auch: rassistische Banner, Vandalismus und die Nebenwirkungen des “modernen Fußballs”, von denen selbstverständlich auch Japan nicht verschont bleibt. Ein Blick auf die Fußball-Fankultur im Land der aufgehenden Sonne.

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Spielwiese Menschenrechte

Vertreibung, Diskriminierung, unmenschliche Arbeitsbedingungen: Sportereignisse wie die WM in Russland gehen mit der Aushöhlung von Menschenrechten einher – und die Gleichgültigkeit der Profis lässt autoritäre Regime alltäglich erscheinen. Wie kann man ein Bewusstsein dafür schaffen, dass unser Stadionvergnügen mit der Ausbeutung asiatischer Trikotnäherinnen zu tun hat? Wie könnte ein Megaevent aussehen, das niemandem schadet? Die Einführung in eine zwölfteilige Themenreihe.

Autor: Ronny Blaschke, ronnyblaschke.de

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Der Letzte Flug von Zulu Uniform

Über das Unglück von Manchester United im Februar 1958 auf dem Flughafen München Riem. Eine Zeitreise in die 1950er Jahre, in die Anfangszeit des Europapokals und das Ende der Nachkriegszeit. Ein Text anlässlich des 60. Jahrestages der Tragödie

von Christoph Wagner
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Fußball hinterm Eisernen Vorhang: Der Fall der Magyaren

Manchmal entscheiden Millimeter über Wohl und Wehe. Manchmal sind die Fingerspitzen eines Torhüters zu kurz und können eine Fußballnation nicht vor dem Verderben retten. Was für den einen die Wiederauferstehung, ist für den anderen der Untergang.

Autor: Constantin Eckner, spielverlagerung.de

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Alles endete mit Superga: Die Tragödie des Torino FC

Vor circa einem Jahr schockierte der Flugzeugabsturz des brasilianischen Teams AF Chapecoense nicht nur die Fußballwelt. Ende der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts verunglückte der damalige italienische Serienmeister AC Turin auf dieselbe tragische Weise. Dies ist die Geschichte von Grande Torino.

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