Endreas Müller heißt in Wirklichkeit ganz anders und beschäftigt sich schon länger mit Fußball im Allgemeinen und dem Bloggen im Besonderen. Vor einiger Zeit stellte er sich gemeinsam mit Christoph Wagner die Frage, warum es eigentlich in der deutschen Blogosphäre noch keine Plattform für lange Fußballtexte gibt – die Idee von ‚120minuten’ war geboren.

Alle Artikel von Endreas Müller

Das unwahrscheinliche Profi-Comeback des Fußballers Steven Jahn

Steven Jahn war raus aus dem Profifußball. Bei Union Berlin verlor er den Anschluss. Er schloss innerlich ab mit dem Profifußball. Jahre vergingen, Jahn pflegte einen anderen Lebenswandel, ging aus dem Leim. Bis er sich vornahm, es nochmal zu versuchen. Er wollte wieder fit werden und professionell Fußball spielen, am liebsten in den USA. Der Tagesspiegel erzählt eine Geschichte, die noch nicht zu Ende ist.

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„Das große Wachstum – da bin ich skeptisch“

Ralf Rangnick und Oliver Mintzlaff sind zwei der wichtigsten Figuren bei RB Leipzig. Im Interview mit der FAZ sprechen sie über ihre Vorstellungen zur Zukunft des Fußballs. Das europäische Modell sehen sie nicht als gescheitert, aber auch Grenzen des Wachstums. Ein Einblick in Denkstrukturen derer, die in Leipzig die Fäden ziehen.  

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Klaas Reese – Mein Fußballmedienmenu XIV

 

Klaas arbeitet für die Sportredaktion des Deutschlandfunks und fasst für »11 Freunde« jeden Spieltag der Bundesliga in der Kolumne »GIF mich die Kirsche« pointiert zusammen. Dazu war er über Jahre Fußballperlentaucher für »Fokus Fussball«, ist Teil des Schiedsrichter-Podcasts »Collinas Erben« und schreibt unregelmäßig in seinem Blog »Reeses Sportkultur«.

Ihr könnt Klaas auf Twitter und Instagram folgen.

Welche Fußballmagazine/Zeitschriften liest Du regelmäßig?

Die einzige Fußballzeitschrift, die ich aktuell im Abo beziehe, ist das Zeitspiel. Ich mag die unaufgeregte Herangehensweise und die Akribie mit der die Macher sich an ihre Artikel machen – und ich bewundere auch ein wenig ihren Mut, dass sie sich getraut haben, ein eigenes Magazin mit den Themen Zeitgeschichte, Weltfußball und Fußballreisen herauszugeben.

Natürlich lese ich auch kicker und 11 Freunde regelmäßig. Dazu nutze ich allerdings meinen Zugang als Kurator bei Blendle.

Wenn ich vor Flügen oder Zugfahrten mal im Presseladen am Bahnhof lande, dann greife ich gern zu Ballesterer, zum Transparent Mag, Zwölf und in Zukunft sicher öfter mal zum noch recht frischen Socrates, das mir wie die anderen drei Magazine auch gut gefällt.

Für welchen Text, den Du in den vergangenen Wochen gelesen hast, kannst Du eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen?

Als Fan eines Zweitligavereins haben mir ein paar Texte zum Unterhaus gut gefallen: Zum Beispiel Daniel Roßbachs Text über Union Berlin unter Jens Keller bei spielverlagerung.  Und den »Klischeeabgleich« zur 2.Liga und die Zweitligahipster Elf von Niemals Allein! möchte ich empfehlen.

Fabian Held hat bei Zeit Online über den Beruf Fußballtrainer geschrieben, der Privilegien bereithält, aber auch Entbehrungen fordert und ungerecht sein kann.

»Als Sebastian Deisler die Zeit stehen ließ« von Steffen Meyer (Mia San Rot) erzählt die Geschichte des größten deutschen Talents der 00er Jahre. Leider ohne Happy End.

In der aktuellen 11 Freunde sind ein paar Texte, die mir sehr gut gefallen haben. Vor allem die Titelstory »Märtyrer aus der Kurve« (Blendle-Link) von Christoph Biermann, der über die Geschichte der Ultras während des Arabischen Frühlings in Ägypten schreibt, und der Selbstversuch von Ilja Behnisch, der mit Poncho im weißen T beim Heimspiel der Bayern saß (Blendle-Link), sind ganz hervorragend geschrieben.

Wo und wie stößt Du auf lesenswerte Texte?

Mittlerweile sind das viele verschiedene Wege. Zum Einen habe ich einen proppevollen RSS-Reader, der mir das Neuste aus den Blogs liefert. Leider wurde das in den letzten Monaten immer weniger, aber ich bin ganz zuversichtlich, dass wir 2017 eine Renaissance der Blogs erleben. Dann werden hoffentlich wieder mehr Leute einfach über ihren Lieblingssport schreiben, ohne dabei irgendwelche Monetarisierungsstrategien zu verfolgen.

Dazu nutze ich gern Twitter. Das heißt, ich lasse, wenn ich am Rechner sitze eigentlich immer Tweetdeck nebenher laufen und da werden dann durch meine Timeline oder durch verschiedene Listen, die ich mir zusammengestellt habe, die interessantesten Texte reingespült. Dazu nutze ich Nuzzel und Refind, die dabei helfen, gute Texte zu finden mit Hilfe der eigenen Social Media Kontakte.

Ab und zu kommt natürlich auch beim lauteren Nachbarn von Twitter, Facebook, ein guter Link zum Vorschein, aber ich muss sagen, dass das eher selten ist. Da werde ich deutlich öfter beim Stöbern in SZ, FAZ, Tagesspiegel, Zeit, Spiegel und Co. auf Blendle fündig.

Wie liest Du – am Tablet/Smartphone, am großen Bildschirm oder bist Du ein Internetausdrucker und Printliebhaber?

Mittlerweile findet der alltägliche Medienkonsum fast nur noch am Bildschirm statt. Aber wenn ich die Wahl habe zwischen gedruckter SZ und Zeit oder dem Lesen am Bildschirm, dann lieber auf Papier. Ich lese auch Bücher bisher zu 100% in gedruckter Form. Ist schließlich augenschonend und man braucht nicht immer die Akkuladeanzeige im Blick zu haben.

Welches Fußballbuch kannst Du besonders empfehlen?

»Es war einmal ein Stadion – Verschwundene Kultstätten des Fußballs« von Werner Skrentny find ich toll. Der Autor widmet sich unter anderem längst vergessenen Stadien wie der Glück-Auf-Kampfbahn in Herne oder dem Zerzabelshof in Nürnberg. Mit Fotos und Anekdoten wird hier das Vergessen verhindert.

Und wer sich selbst und/oder seinen fußballverrückten Kids eine Freude machen möchte, der sollte sich »Das goldene Buch des deutschen Fußballs« von Hardy Grüne und Dietrich Schulze-Marmeling gönnen.

Welche Fußball-Podcasts verfolgst du regelmäßig?

Ich höre jede Folge vom Textilvergehen und vom Millernton. Auch wenn ich die meisten Union- oder St.Pauli-Spiele gar nicht schaue, mag ich die Menschen, die sich da über Fußball und das Drumherum bei ihrem Lieblingsverein unterhalten so gern (hören), dass ich keine Folge verpasse.

Ähnliches gilt unter anderem für den Eintracht Frankfurt Podcast, drei90 und den Bockcast – allerdings schaffe ich es da leider zeitlich nicht, jede Episode zu hören. Ebenfalls empfehlen möchte ich den Gut Sport Podcast, der – abseits eines aus meiner Sicht etwas langweiligen Tippspiels – sehr hörenswert über Sport im Allgemeinen und Fußball im Speziellen sprechen.

Auch die Rasenfunk-Schlusskonferenz höre ich sehr regelmäßig – auch wenn es da etwas von den Gästen abhängt, ob ich die ganze Sendung höre oder nur den Part, in dem sich der Gast zu dem Verein äußert, den sie oder er am Besten kennt.

Dazu sollte man natürlich die Podcasts von Deutschlandfunk Sport und Football Weekly abonnieren. Klar.

Wer noch mehr Empfehlungen haben möchte, dem sei ein Tribünengespräch ans Herz gelegt, bei dem Max, Maik und ich gut drei Stunden nur über Fußballpodcasts gesprochen haben.

Schaust du noch die Sportschau, um dich über den Spieltag zu informieren?

Das ist ziemlich unterschiedlich. Ich habe kein Wochenendritual mehr, in dem der Fußball im Mittelpunkt steht, sondern versuche mich da weniger abhängig vom Fußballterminkalender zu machen. Deshalb gucke ich schon manches Mal die »Sportschau« und versuche dann als Anhänger der »Sportschau Ultra«-Bewegung keine Informationen zu den Spielen oder den Ergebnissen zu bekommen, damit ich dann eine Art Sportschau-Erlebnis der 80er und 90er habe. Ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit sich den frühen Samstagabend etwas spannender zu machen. Hinterher dann Badewanne und dann im Bademantel auf YouTube alte »Wetten, dass…?« Folgen gucken…

Welche Website, welchen Podcast, welches Magazin kannst du abseits des Fußballs empfehlen?

Ich möchte gern den Newsletter Correct!v empfehlen. Das »gemeinnützige Recherchezentrum« weist regelmäßig auf wirklich beachtenswerte Stücke hin. Zum Beispiel auf eine Recherche zu den Menschen, die an den Fluchtbewegungen in Niger, Italien, Türkei und Deutschland verdienen (“The 21st Century Goldrush”, Huffington Post) oder auf eine Serie zu den Medien der Neuen Rechten (“Futter für AfD-Wähler”, Correct!v).

Der Deutschlandfunk hatte Ende letzten, Anfang diesen Jahres eine starke Serie in seiner ohnehin fast immer sehr empfehlenswerten Reihe »Hintergrund«. Unter dem Überbegriff »Die verunsicherte Gesellschaft« untersuchten mehrere Autoren wichtige Aspekte öffentlicher Debatten des letzten Jahres. Der 1.Teil  zeigt die medialen Probleme bei der Terrorberichterstattung, Teil 2 beleuchtet das Phänomen Populismus und Teil 3 berichtet über die Angst vieler Menschen, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Der 4. Teil behandelt die europäische Krise, Teil 5 die Kölner Silvesternacht und Teil 6 erklärt den Erfolg von Autokraten wie Putin und Erdogan.

Richtig gut haben mir dann noch zwei Produktionen bei 4000 Hertz gefallen: Hannah Kessler stellt in ihrer Serie »Einschnitte« für 4000 Hertz Leonie und Kathrin vor. Leonie erklärt, warum sie sich ein Leben ohne Rollstuhl nicht mehr vorstellen kann und Kathrin hat eine 30 Zentimeter lange Narbe auf dem Bauch, die sie jeden Tag an ein paar schlimme Tage in Italien erinnert. Beide Geschichten haben mich mit meinen eigenen Vorurteilen konfrontiert und sind dazu wirklich toll erzählt.

Und die beste Audioserie des letzten Jahres, »Der Anhalter«, sollten alle hören. Fünf Teile. Krasse Geschichte. Spannend erzählt. 


In der Kategorie “Mein Fußball-Medien-Menü” fragen wir Fußballer und Fußballbegeisterte, Sportjournalisten und -autoren nach ihren persönlichen Lese-, Seh- und Hörgewohnheiten zum Thema Fußball. Die Idee dazu entstand unübersehbar in Anlehnung an Christoph Kochs Medien-Menü, das inzwischen bei den Krautreportern zu finden ist.


Weiterlesen – unsere aktuellen Longreads:

Bekämpft der DFB die Meinungsfreiheit?

Gesänge, Blockfahnen, Spruchbänder und Doppelhalter – seit jeher gehören diese und noch einige weitere Utensilien fest zur Fankultur in deutschen Stadien. Meist kreativ, manchmal daneben, häufig lustig, eigentlich immer auf… Weiterlesen

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England – Deutschland: Eine Rivalität

England gegen Deutschland: man denkt sofort an Wembley 1966 oder an Turin 1990. Es werden Erinnerungen an einen Septemberabend in München 2001 oder an Bloemfontein 2010 wach. Es gibt aber… Weiterlesen

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Der letzte Leitwolf

Am 3. März 2010 war es noch nicht absehbar, doch ein Großer verließ die Nationalmannschaft. München bereitete im Testspiel gegen Argentinien die Bühne für den letzten Auftritt Michael Ballacks im… Weiterlesen

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Teaserbild: B O O K by RkRao via flickr – CC BY 2.0

Alles neu

Wer sich dieser Tage hier umschaut, wird feststellen: es hat sich optisch Einiges getan. Wir haben 120minuten einen neuen Anstrich verpasst. Vor allem die Startseite soll nun besser repräsentieren, was wir alles machen: Zusätzlich zu unseren Longreads veröffentlichen wir inzwischen Medienmenüs, Rezensionen, Leseempfehlungen und haben im vergangenen Jahr unseren Podcast gestartet.

Alle diese Formate wollen wir beibehalten. Das neue Layout ist der Versuch, euch als Leser diese Inhalte näherzubringen und dennoch nicht mit visuellem Schnickschnack zu überfrachten. Wir finden, das ist uns ganz gut gelungen, sind aber natürlich dankbar für jede Anregung und auch für die eine oder andere helfende Hand, die sich bereit erklärt, bei Fragen zur technischen Umsetzung behilflich zu sein.

So viel zu den sichtbaren Veränderungen. Hinter den Kulissen hat sich noch mehr getan. Das Team hat sich vergrößert. Für unser im Dezember gestartetes Kalenderblatt haben wir Interessierte gefunden, die mitschreiben. Es wird also auch auf kalenderblatt.120minuten.net regelmäßig Beiträge geben und wir können Lennart und Ralle im 120minuten-Team willkommen heißen.

Und auch formal, haben wir 120minuten auf ein neues Fundament gestellt, damit aus einem reinen Hobbyprojekt in Zukunft mehr werden kann. Denn wir möchten mehr lesens- und hörenswerte Inhalte liefern. Wir planen neue Formate, und können schon jetzt vielfältige Themen und Texte von neuen Autoren versprechen. Wir sprühen vor Ideen. Seid gespannt.

Grüße aus der Redaktion von
Christoph, Alex und Endreas

 

Ihr habt Feedback zu unserer neuen Website oder möchtet uns technisch unter die Arme greifen – dann meldet euch einfach – via Twitter oder per E-Mail.

Das 120minuten-Kalenderblatt – Mitstreiter gesucht

Als kleine Adventsaktion haben wir es ins Leben gerufen: das Fußball-Kalenderblatt. Der Fußball schreibt viele Geschichten und wir möchten beim Kalenderblatt jeden Tag eine erzählen, die sich vor 3, 5, 25 oder 50 Jahren zugetragen hat. Das Ganze soll kurz, prägnant und unterhaltsam sein, garniert mit einem Link oder Video.

Wir würden aus dem Kalenderblatt sehr gern eine regelmäßige Einrichtung machen. Die Website ist aufgesetzt, ein Redaktionstool steht zur Verfügung und wir haben Pläne, was man alles mit dem Kalenderblatt machen könnte.

Was uns noch fehlt, sind 1-2 Mitstreiter, die sich an den Recherchen und beim Schreiben der Beiträge einbringen möchten.

Wenn ihr uns also als Autoren/Rechercheure unterstützen möchtet – kontaktiert uns einfach – per E-Mail, bei Facebook oder via Twitter. Wie sehr ihr euch einbringt, hängt ganz allein von euch ab. Wir möchten in den nächsten Tagen Rückmeldungen sammeln und dann Anfang kommenden Jahres mit allen Interessierten abstimmen, wie es weitergeht. Wir freuen uns auf eure Nachrichten.

Grüße aus der Redaktion,
Alex, Christoph und Endreas

blattBildnachweis: Calendar* von DafneCholet veröffentlicht unter CC BY 2.0

Wie VfB Stuttgart und SC Freiburg Doping organisierten

Fußballdoping ist ein Nischenthema. Ganz anders als im Radsport schlagen Dopingvergehen selten hohe Wellen. Jonathan Sachse und Daniel Drepper setzen sich schon seit Jahren journalistisch mit der Thematik auseinander und fanden nun weitere Hinweise auf systematisches Doping im Profifußball. Sie sind auf großzügige Anabolikabestellungen und zwielichtige Ärzte gestoßen, die über viele Jahre bis in die allerjüngste Vergangenheit im engsten Umfeld von Vereinen tätig waren. Im Fokus der Recherche stehen der VfB Stuttgart und der SC Freiburg.

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Der Bierlieferant und seine Kanone – AC-Milan-Legende Gunnar Nordahl

Als Profifußballer im Ausland sein Geld zu verdienen, ist heute gang und gäbe. Vor über 60 Jahren war das noch nicht an der Tagesordnung. Der italienische Fußball lockte aber schon damals mit professionellen Bedingungen und guten Gehältern. Einer von denen, die es ins Ausland zog, war Gunnar Nordahl, der vor Kurzem 95 Jahre alt geworden wäre. Er war ein Ausnahmestürmer, der sein Heimatland Schweden zum einzigen internationalen Titel im Fußball führen durfte und trug dennoch nie bei einer WM das schwedische Trikot. Oliver Mehring hat Gunnar Nordahl bei spox ein launiges und kurzweiliges Porträt gewidmet.  

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Ultras: Die Kurvenaktivisten leben gefährlich

Mehr als Fußball, Pyro und Gewalt. Ultra-Gruppierungen engagieren sich auch politisch – innerhalb und außerhalb des Stadions. Von ihrem Engagement profitiert unsere Gesellschaft auch abseits des Sports. Die Zeit hat einen Auszug aus Ronny Blaschkes aktuellem Buch “Gesellschaftsspielchen: Fußball zwischen Hilfsbereitschaft und Heuchelei” veröffentlicht. Anhand von zwei Beispielen wird geschildert, wie sich organisierte Fußballfans engagieren und welchen Ressentiments und Angriffen sie sich ausgesetzt sehen.    

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Die Angst pfeift immer mit?

Aggressionen gegen Schiedsrichter

Autor: Adrian Sigel, Endreas Müller

Immer wieder liest man über Angriffe auf Schiedsrichter im Amateurbereich. Selten stehen dabei die Unparteiischen und ihr Umgang mit Drohungen und Gewalt im Mittelpunkt. In seiner Masterarbeit hat sich Adrian Sigel genau dieser Frage gewidmet, eine Reihe aufschlussreicher Interviews geführt und eine großangelegte Umfrage unter Schiedsrichtern durchgeführt.

„Eeyyy!!!“ ein langgezogener Schrei vom Platz und von den Rängen. Kurz darauf legen die Zuschauer nach: „meine Fresse, du pfeifst sonst jeden Scheiß!“ Die Schreie gelten unmissverständlich dem Schiedsrichter, ein junger Mann in seinen Zwanzigern, der gerade entschieden hat, dass ein Rempler im Strafraum nicht eines Elfmeters würdig ist. Es ist ein x-beliebiges Spiel der Kreisoberliga Ende Mai. Der Tabellenerste ist zu Gast und die Saison so gut wie gelaufen. Nur etwa 50 Zuschauer haben sich bei bestem Wetter auf der großen Tribüne eingefunden. Die Ultras scheinen sich heute eine Auszeit zu nehmen.  Weiterlesen